Gewährleistung der Wasserversorgung für eine wachsende Bevölkerung

Es wird geschätzt, dass über 1 Milliarden Menschen täglich eine Form von Wasser Knappheit erleben und dabei keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Zusammen mit dem Mangel an angemessenen sanitären Einrichtungen beeinflusst dies überproportional einige der ärmsten Regionen der Welt. Gleichzeitig bewirkt der Klimawandel eine Zunahme der Häufigkeit in der schwerwiegende Trockenperioden und Überschwemmungen vorkommen und konsumiert dabei rasant die Menge an verfügbarem Trinkwasser.  

Bevölkerungswachstum und steigender Wohlstand hängen mit den vorhergenannten Problemen zusammen und tragen zusätzlich zu den Herausforderungen im Bereich Wasser bei. Eine wachsende Bevölkerung bedarf nicht nur Trinkwasser, sondern auch Wasser für die Sättigung von Energie- und Nahrungsmittelproduktionsbedürfnissen.  

Die Verwirklichung einer nachhaltigen Ausgewogenheit zwischen Angebot und Nachfrage und das Sichern von ausreichlich Wasser, in der benötigten Qualität für den jeglichen Gebrauch, ist entscheidend für unsere wachsende Welt. Durch die vernünftige Anwendung von intelligenten Technologien, stichhaltige Gesetzgebung, tragfähige Vorschriften, Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor und die Anerkennung des wahren Wertes von Wasser wird es möglich sein dieses Ziel zu erreichen. 

Erkunden Sie die Herausforderung eingehend

Näheres zu erfahren über die nachhaltigen Lösungen zu dieser Herausforderung finden Sie in unserem hervorgehobenem Inhalt

Man erwartet, dass sich Konflikte über Zugang zu und Nachfrage nach Wasser in den kommenden Jahren verschärfen, welches zu der ernüchternden Vorhersage führt, dass wir in nicht allzu ferner Zukunft Kriege über den Zugang zu Wasser führen könnten. Es ist wesentlich ein nachhaltiges Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zu erreichen und um sicherzustellen, dass wir genug Wasser, in der richtigen Qualität, für den benötigten Zweck haben, falls wir Wassersicherheit für unsere wachsende Population gewährleisten wollen. Mit der vernünftigen Anwendung intelligenter Technologien, einer soliden Politikgestaltung, praktikablen Regelungen, der Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor und einer Einschätzung der realen Kosten von Wasser ist es jedoch möglich, dieses Ziel zu erreichen. 

Obwohl es in Dänemark immer noch Raum für Verbesserung gibt – insbesondere, wenn es darum geht Abwasser wiederzuverwenden und die Energie, die wir dabei aufwenden, zu reduzieren – befindet sich Dänemark in einer relativ starken Position in Bezug auf Wasserressourcen. Geographische Faktoren und Ressourcenausstattung haben zweifellos dazu beigetragen, aber auch die sorgfältige Planung und Entwicklung von aufeinander abgestimmten regulatorischen und technischen Lösungen, sowie die Anerkennung der wahren Wasserkosten und der Bereitschaft, diesen Preis zu zahlen, haben eine zentrale Rolle bei der Schaffung dieser starken Grundlage gespielt. Lesen Sie weiter, um mehr über die globalen Herausforderungen im Bereich Wasser zu erfahren –– und entdecken Sie einige der vielzähligen Lösungen, die Dänemark umgesetzt hat. 

Schutz der Grund- und Süßwasserressourcen
Die weltweite Nachfrage nach Wasser wird 2030 voraussichtlich um 40 Prozent über dem Vorrat liegen. Derzeit ist das Problem in Gebieten wie Kalifornien, dem Nildelta in Ägypten und der Grenze zwischen Pakistan und Indien am akutesten. Grundwasser, das in Gesteinen unter der Erdoberfläche gespeichert ist, ist weitaus mengenreicher als frisches Oberflächenwasser, weniger anfällig für Verschmutzungen und erfordert weniger Behandlung, um es trinkbar zu machen. Daher ist es sinnvoll, die Grundwasservorkommen so weit wie möglich zu nutzen. Das Kartieren der Grundwasserressourcen eines Landes ist jedoch häufig nur teilweise abgeschlossen. Ein Mangel an genauen Kenntnissen darüber wo oder wie viel Wasser sich in einem Gebiet befindet, führt häufig zu einer Übernutzung. 

Es erfordert politischen Willen, in Grundwasserressourcen zu investieren und diese zu schützen. Zu verstehen und zu akzeptieren, dass Wasser eine Ressource ist für die bezahlt werden muss, ist ein unabsehbarer Bestandteil davon. Das Entgelt ist jedoch hoch, da es zu erhöhter Wassersicherheit und -qualität führen kann und dazu beitragen kann Unternehmen und Industrie in eine Region zu ziehen, mit dem möglichen Resultat des Wirtschaftswachstums. 

Wasser sparen: Eine Frage von Investition und Mentalität
Wenn eine Ressource knapp ist, ist es von größter Wichtigkeit, sie auf möglichst effiziente Weise zu nutzen. Die Umwandlung in eine wassereffiziente Gesellschaft erfordert technische Lösungen und oft ein Umdenken in der Bevölkerung. Wasser, für das keine Zahlung erfolgt (im Englischen spricht man von Non-Revenue Water) und Wasseraustritte in urbanen Systemen sind ein großes, globales Problem. Durchschnittlich 25 bis 50 Prozent des gesamten Wassers, das in das Rohrsystem gelangt, geht auf dem Weg zum Verbraucher verloren. Lösungen für dieses Problem umfassen die Anwendung gesetzlicher und wirtschaftlicher Anreize, die die Wasserversorgungsunternehmen dazu motivieren, sich auf die Verringerung ihrer Leckagen zu konzentrieren, sowie die Verwendung einer fortlaufenden technologischen Überwachung, des Druckmanagements und der Verwendung hochwertiger Komponenten. Mit der Umsetzung solcher Maßnahmen hat Dänemark es geschafft, den Wasserverlust in Städten auf weniger als 8 Prozent zu begrenzen. 

Die Verringerung des Wasserverbrauchs von Haushalten ist auch ein Bereich, in dem relativ schnell große Gewinne erzielt werden können. Eine Reihe von ergänzenden Initiativen können zu diesem Zweck implementiert werden, wie die Installation von Wasserzählern, die verbrauchtes und gespartes Wasser messen, öffentliche Aufklärungskampagnen und das Festlegen eines Wasserpreises. Diese haben dazu beigetragen, dass Dänemark seinen Wasserverbrauch im Haushalt 2016 auf 106 Liter pro Person und Tag gesenkt hat – verglichen mit 174 Litern in 1989. 

Abwasser als wertvolle Ressource
Weltweit wird weniger als die Hälfte des gesamten Abwassers gesammelt und weniger als 20 Prozent des Abwassers wird behandelt, bevor es wieder in die Natur gelangt. Dies ist verblüffend, da Versagen bei der Behandlung des Abwassers die aquatische Umwelt erheblich schädigen kann. Das Durchsetzen strengerer Regulierungsstandards sowohl für die Behandlungseffizienz als auch für die Abwasserqualität waren nützliche Instrumente, um diesen Trend in Dänemark umzukehren. 

Traditionell wird Abwasser lediglich als eine Verpflichtung betrachtet, mit der umgegangen werden muss. Es findet jedoch ein Paradigmenwechsel statt, bei dem wir den potenziellen Wert von Abwasser sowohl für die Energieerzeugung als auch für die Ressourcennutzung untersuchen. Etwa 2 Prozent des gesamten, weltweiten Energieverbrauchs wird zur Sammlung und Aufbereitung von Abwasser verwendet. Dank neuer Technologien und intelligenter Steuerungssysteme ist es nun möglich, den Energieverbrauch der Kläranlagen drastisch zu reduzieren. Darüber hinaus kann der organische Anteil im Abwasser als Ressource für die Energieerzeugung genutzt werden. Durch die Kombination dieser beiden Maßnahmen ist es jetzt möglich, energieneutrale und sogar Netto-produzierende Anlagen zu schaffen. Die bisherige Erfahrung ist so positiv, dass einige Wasserversorgungsunternehmen nun einen vollständigen energieneutralen Wasserkreislauf anstreben. 

Ein weiteres Potenzial ist die Wiedergewinnung von Phosphor zur Herstellung von landwirtschaftlichem Dünger, die im Vergleich zu der traditionellen Methode der Aufbringung von Klärschlamm mehrere Vorteile birgt. Zum Schluss kann das Wasser selbst zu so hohem Standard gereinigt werden, dass es auf verschiedene Weise wiederverwendet werden kann, z.B. zum Spülen von Toiletten, Waschmaschinen oder der Bewässerung von Saaten. 

Konkurrierende Wasserbedürfnisse vereinbaren
Eine wachsende, rasch modernisierende Weltbevölkerung führt zu einem erhöhten Energiebedarf. Dies wirkt sich nachteilig auf den Wasserbedarf aus, da Wasser zur Kühlung von Kraftwerken verwendet wird. Bevölkerungswachstum bedeutet auch mehr Münder zum Versorgen und der wachsende Wohlstand auf der ganzen Welt hat zu einer Nachfrage nach westlichen Ernährungsweisen geführt, die den Druck auf die Wasserversorgung noch weiter verstärken. 

Wie kann eine gerechte Zuteilung von Wasser sichergestellt werden, die die konkurrierenden Bedürfnisse an den Wasserverbrauch in Einklang bringt? Als das auf Englisch bekannte water-energy-food Nexus haben diese rivalisierenden Anforderungen an Wasser für die Trinkwasserversorgung, Nahrungsmittelversorgung und Energiegewinnung zur Entwicklung des integrierten Wasserressourcen-Management (IWRM) geführt. Es ist ein System, das weltweit angewendet werden kann. Es besteht aus Prinzipien, die darauf abzielen, Wasser für alle Sektoren zu sichern, es nachhaltig zu konservieren und unsere Wasserressourcen vor Verschmutzung zu schützen. 

Grün. Gesund. Gerecht. Global. Dänemark
Kein Gebiet ist immun gegen Wasserprobleme. Politiker, Unternehmen und Bürger haben ein Interesse daran, dafür zu sorgen, dass es in Zukunft reichlich vorhanden ist. Die besonderen Umstände jedes Landes und jeder Region beeinflussen, welche Art von Herausforderung es heute gegenübersteht und welchen es morgen begegnen wird. 

Dänemarks lange Geschichte der Entwicklung von Umweltvorschriften, der Schaffung praktikabler öffentlich-öffentlicher Partnerschaften, der Erfassung qualitativ hochwertiger Daten und deren Bereitstellung für die Öffentlichkeit, sowie tiefgreifender Partnerschaften zwischen der Industrie, Regierung und Forschungseinrichtungen haben dazu beigetragen, unsere Kompetenzen im Umgang mit Wasser in allen Bereichen zu festigen. Dies wurde jedoch nicht ohne Kosten oder Aufwand erreicht. Wir laden Sie daher ein, von unseren Erfahrungen und Kompetenzen zu profitieren. Wir hoffen Ihnen dabei helfen zu können, kosteneffiziente und effektive Wege zu finden, mit denen Sie Ihren heutigen und künftigen Herausforderungen im Bereich des Wassers besser standhalten können.