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Deutscher Smart Country Convention Partner Dänemark inspiriert zur Digitalisierung

23.11.2018

Die erste deutsche Smart Counrty Convention hat stattgefunden. Dänemark war als einziges Partnerland miteingeladen. Das dreitägige Programm hat durch die Kombination von Kongressen, Workshops, Expos und Networking Events digitale Businesslösungen zusammengebracht, sowie Ideen, Politik, Handelsorganisationen und den öffentlichen Sektor.

Initiiert wurde die Smart Country Convention von Bitkom, Deutschlands einflussreichste digitale Handelsorganisation, und Messe Berlin, in Kooperation mit dem deutschen Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, das für die Digitalisierung des öffentlichen Sektors in Deutschland verantwortlich ist. Die Organisatoren haben Dänemark, als digitale Spitzenreiter Nation, eingeladen, Deutschland zu inspirieren, wie man eine Digitalisierung nutzen kann, um eine starke und nachhaltig-wachsende Wirtschaft und einen effektiven, gut verwalteten öffentlichen Sektor zu kreieren. Unter dem Motto „Digitize Public Services“, fand die Veranstaltung vom 20. Bis 22. November im CityCube Berlin statt.

Dänischer Ministerpräsident eröffnete Smart Country Convention

Dänemark wurde wegen ihrer Spitzenplatzierung in den offiziellen Ranglisten über die am meisten digitalisierten Länder der Welt als Partnerland der Konvention eingeladen. Hierzu gehören in 2018 der Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft (DESI) der Europäischen Union und die zuletzt veröffentlichte Rangliste der vereinten Nationen zum eGovernment. Da Deutschland danach strebt ihre Platzierungen zu verbessern (Deutschland liegt auf dem DESI auf dem 14. Platz), wurde Dänemark eingeladen, dänischen Erfahrungen und dazugehörende konkrete Lösungen zu teilen. Als Kopf der offiziellen dänischen Wirtschaftsförderungsdelegation in Deutschland, eröffnete der dänische Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen die Smart Counrty Convention, nach dem gleichtägigen Staatsbesuch bei Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Rasmussen eröffnete die Veranstaltung mit den Worten: „Es ist kein Zufall, dass die Smart Country Convention hier stattfindet. [Deutschland ist] eine wichtige Stütze für Europa und eine Inspiration für die Welt. Digitalisierung ist nicht nur eine Herausforderung für jedes einzelne Land, sondern ein Thema, bei dem wir nur mit vereinten Kräften zu Fortschritten kommen. Ich hoffe, dieser Kongress wird dazu dienen, weitere Zusammenarbeit innerhalb unserer europäischen Familie zu ermöglichen“

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Zusammenhang zwischen Digitalisierung und nachhaltiger Entwicklung

Als Partnerland war Smart Country Denmark während des gesamten Kongresses vertreten – in Vorträgen, Konferenzen, Workshops und im Ausstellungsbereich. Die Parentationen von Smart Counrty Denmark drehten sich um die drei Hauptthemen: Die Zukunft der Arbeit, Intelligente Gesundheit und Intelligente Städtische Lösungen. Letzteres wurde von Finn Mortensen, Exekutivdirektor State of Greens eröffnet. Mortensen illustrierte die wichtige Bedeutung der Digitalisierung für die Gestaltung nachhaltiger Gesellschaften und sprach Bedenken an, die damit verbunden sind.

„Viele von uns haben jetzt schon oft gehört, dass Dänemark in der Digitalisierung führend ist. Dies zeigt sich in unserem Energie-, Wasser- und Wärmesektor, in dem Daten und der Zugang zu Verbraucherdaten jetzt und zukünftig wichtig sind. In diesem Zusammenhang halte ich es für wichtig, das dänische Modell richtig zu verstehen. Nämlich, dass Partnerschaften, die auf Glaubwürdigkeit und gegenseitigem Vertrauen beruhen, absolut entscheidend sind. Der öffentliche und private Sektor arbeiten zusammen, wie auch in unserem Besitzerkreis, um Daten und Digitalisierung überhaupt als Vektor nutzen zu können. In der dänischen Bevölkerung herrscht auch ein hohes Maß an Vertrauen zum öffentlichen Sektor und einander zugleich. Dies ist entscheidend, da aus diesem Grund Modelle, Lösungen und Methoden entwickelt werden können, die auf tatsächlichen Daten von Verbrauchern basiert sind“, erklärt Mortensen.

Minister über deutsch-dänische Beziehungen

Lars Christian Lilleholt, dänischer Minister für Energie, Versorgung und Klima eröffnete die Smart Urban Solutions Conference (Intelligente städtische Lösungen) mit einer Rede über Digitalisierung. Über die Partnerschaft zwischen Deusctland und Dänemark sagte Lilleholt:

„Wenn wir die energiepolitischen Ziele für 2030 und 2050 betrachten, liegt ein enormes Potenzial in [dänischen] Energieexporten nach Deutschland. Wir haben bereits eine enge und fruchtbare staatliche Zusammenarbeit mit Deutschland, die wir jetzt stärken. Mit dieser neuen Anstrengung werden wir deutlich signalisieren, dass wir im Bereich der Energieplanungslösungen für die nachhaltige Neuausrichtung immer noch ein starker Partner der Deutschen sind. Und die heutige Konferenz ist ein optimales Sprungbrett für Dänemark.“

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Die öffentliche Digitalisierung ist in Deutschland ein höchstaktuelles Thema. „Die Bundesregierung hat Milliarden für digitale Projekte eingeplant. Deutschland ist hier noch nicht so weit wie andere EU-Länder. Es wird aber daran gearbeitet, dies zu beheben. Dänemark und dänische Unternehmer erhalten durch Partnerschaftsabsprachen eine einmalige Möglichkeit, zur Digitalisierung auf dem sehr hungrigen Markt in Deutschland beizutragen“, so die Einschätzung des dänischen Botschafter in Berlin, Friis Arne Petersen (sehen Sie Dänemark als Digitaler Vorreiter in Deutschland).

Dänemark in Berlin höchst vertreten

Lars Løkke Rasmussen und Lars Christian Lilleholt waren nicht die einzigen wichtigen offiziellen Vertreter Dänemarks in Berlin. Auch Sofie Løhde, Ministerin für öffentliche Innovation, und Ellen Trane Nørby, Gesundheitsministerin, hielten Reden auf dem Kongress. Die Teilnahme wurde von der dänischen Botschaft in Deutschland, dem Verband der dänischen Industrie, der dänischen Handelskammer und dem dänischen Exportverband geplant und arrangiert.

An dem Kongress nahmen mehr als 30 dänische Unternehmen teil, darunter Danfoss, Grundfos, Rambøll, Kamstrup, Logstor und viele mehr. Die Smart Country Convention findet jährlich im November in Berlin statt und bringt alle relevanten Akteure aus der Verwaltung, Politik, digitaler Wirtschaft, Verbänden und Wissenschaft zusammen.

Bildnachweis: www.kasperjensen.com

 

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