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3 Wege zu beachtlichen CO2-Reduktionen in Dänemark

State of Green
11.02.2020

Die Nutzung von Sektorenkopplung zur optimalen Nutzung erneuerbarer Energien birgt ein großes Potenzial für die Reduzierung von CO2-Emissionen. Digitalisierter und energieeffizienter Verbrauch, Elektrifizierung und ein umfassendes System für erneuerbare Energien sind zu beachtende Faktoren in der Suche nach bedeutungsvollen CO2-Einsparungen.

Um den dänischen CO2-Ausstoß in den nächsten 25 Jahren um bis zu 22 Mio. Tonnen zu senken, werden intelligente Energielösungen benötigt. Insbesondere digitale Lösungen im Bereich der Energieeffizienz, Elektrifizierung von emissionsreichen Sektoren (wie bspw. Mobilität angetrieben durch Power-to-X) und die Steigerung des Anteils grüner Energien sind die effektivsten Lösungen, um CO2-Reduktionen zu erreichen. Zu diesem Schluss kommt ein neuer Bericht der Confederation of Danish Industry (DI) und des Beratungsunternehmens DareDisrupt.

Die Nachfrage für intelligente Lösungen zur Optimierung des Energieverbrauchs steigt stetig an. Immer mehr Unternehmen wenden sich von Investitionen in und der Verwendung von fossilen Energieträgern ab und suchen nach nachhaltigen Energiequellen. Zum Beispiel verkörpert die Initiative RE100 211 Unternehmen, die auf grüne Energie setzten — darunter viele Fortune500-Unternehmen (bspw. Sony, Google, IKEA, Unilever, Carlsberg). Die Unternehmen verpflichten sich durch die Initiative einen Mindestanteil ihres Energieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen zu beziehen: 60 Prozent bis 2030, 90 Prozent bis 2040 und 100 Prozent bis 2050.

In Anbetracht dieser Entwicklungen und der Notwendigkeit einer effizienten Energiewende, werden im Bericht drei Möglichkeiten zur effektiven Reduzierung der CO2-Emissionen aufgezeigt:

1. Energieeffizienz durch Digitalisierung

Die Digitalisierung beeinflusst einen stetig größeren Teil unseres Alltags. Darüber hinaus ist die Digitalisierung ein immer mehr integrierter Bestandteil des Energiesystems und hilft vermehrt vorherzusagen, wann der Wind weht und die Sonne scheint, um die Leistung aus erneuerbaren Energiequellen auszuschöpfen. Dänemark führt bereits Experimente zur Digitalisierung durch – zum Beispiel das Entlohnen der Verbraucher für den Elektrizitätskonsum in bestimmten Zeiträumen (Englisch).

Der intelligente Umgang mit Daten ist entscheidend, um die bestmögliche Energieeffizienz sicherzustellen. Digitale Lösungen können den Energieverbrauch sektorenübergreifend rationalisieren, senken und damit die nachhaltige Umstellung kostengünstiger gestalten.

2. Die Elektrifizierung könnte den Verkehrssektor revolutionieren

Die Elektrifizierung der Gesellschaft ist die Grundlage für die grüne Neuausrichtung. Aus der Perspektive der europäischen Endverbraucher liegt die Elektrifizierung in Europa derzeit bei 22 Prozent. In einigen der emissionsreichsten Sektoren, wie der Schiff- und Luftfahrt, wird die Elektrifizierung voraussichtlich lange dauern. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Elektromotoren in der Schiff- und Luftfahrt erst zur Betriebsfähigkeit entwickelt werden müssen.

Es besteht die Möglichkeit der indirekten Elektrifizierung durch Verwendung von grüner Energie als Katalysator für eine Reihe von Umwandlungstechnologien, die üblicherweise als Power-to-X bezeichnet werden. Der Begriff ist eine kollektive Beschreibung aller Technologien, die Energie aus Ökostrom in eine andere Energieform (X) umwandeln können, z.B. Wasserstoff.

Durch den Infrastrukturausbau für den Einsatz von Power-to-X könnten enorme Energieeinsparungen erzielt werden. Allein in Deutschland werden über 40.000 MW in Windkraft und Solarenergie erzeugt. Jedoch gehen jedes Jahr rund 5.500 MW dieses Potenzials verloren, weil die deutschen Stromnetze nicht genug Kapazität haben.

3. Ein umfassendes grünes Energiesystem ist unverzichtbar

Schließlich betont der Bericht die Notwendigkeit eines umfassenden grünen Energiesystems. Um den Anteil erneuerbarer Energiequellen am Energiemix weiter zu erhöhen, müsste Dänemark mehr grüne Energiequellen anlegen. Zukünftig soll aber nicht nur der Anteil erneuerbarer Energien erhöht werden, sondern auch darauf fokussiert werden, die Verschwendung von Energie zu verringern.

Um sicherzustellen, dass keine Energie verschwendet wird, muss ein Schwerpunkt auf der Kopplung verschiedener Wirtschaftssektoren liegen. Im Jahr 2017 wurden rund 90 Mia. Tonnen natürlicher Ressourcen abgebaut – infolge UNO mehr als 12 Tonnen pro Person – um die Weltkonjunktur zu stützen. Basierend auf den Prognosen der Vereinten Nationen wird diese Zahl bis 2050 voraussichtlich mehr als doppelt so hoch sein.

Daher besteht ein großer Bedarf an Lösungen, die die Implementierung von kreisförmigen Energieformen unterstützen. Das Potenzial für enorme Reduzierungen der CO2-Emissionen ist vorhanden und die innovativen Lösungen zur Verwirklichung sind bereits verfügbar. Durch diese Lösungen und verschärfte Klimabestrebungen, hatte Dänemark 2019 sein bisher umweltschonendstes Jahr.

 

Quelle:  Confederation of Danish Industry
Photo:  Adi Goldstein/Unsplash


Dieser Artikel wurde ursprünglich auf www.stateofgreen.com veröffentlicht und wurde von State of Green übersetzt. Für mehr Information über den Inhalt dieses Artikels, kontaktieren Sie bitte State of Greens Ansprechperson. Information dazu finden Sie hier, im unteren Bereich des originalen Artikels. Mehr Informationen über uns finden Sie hier.

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