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Nur eine von vier europäischen Städten verfügt über einen Klimaanpassungsplan

State of Green
18.12.2020

Die Klimakrise beschleunigt sich in rasant, aber die Pläne zur Anpassung an das städtische Klima halten mit dem Tempo nicht Schritt. 75 Prozent aller europäischen Städte haben derzeit keine Klimaanpassungspläne. In Kopenhagen wurden mehrere Initiativen zum Klimawandel ergriffen, und weitere Projekte sind im Gange.

Allein im Jahr 2020 haben wir in Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und Griechenland mehrere massive Stürme gesehen, die Sturzfluten und Erdrutsche in ganz Europa verursachten. Extreme klimabedingte Wetterereignisse sind keine Breaking News mehr, sondern wiederkehrende Ereignisse, deren Häufigkeit und Schwere zunimmt.

Heute hat jedoch nur eine von vier europäischen Städten einen Anpassungsplan für den Klimawandel. Und unter diesen Städten haben die meisten Probleme mit der Umsetzung, aufgrund Hindernissen wie unflexiblen Organisationsstrukturen bis zu inkompatibler Regulierung.

In einem neuen Bericht möchte der schwedische Ingenieur- und Technologiekonzern Sweco den Städten zeigen, wie sie Klimaanpassungen beschleunigen können, um mit den steigenden Herausforderungen des Klimawandels Schritt zu halten.

Smart Cities und Resilienz

Einer der wichtigsten Trends, der Möglichkeiten und Best-Practise zur Beschleunigung der Anpassung des städtischen Klimas bietet, sind smarte und resiliente Städte. In intelligenten und reslienenten Städten ist alles miteinander verbunden. Sensoren überwachen Lärm, Luftqualität, Temperatur und Menschen, und unsere Gebäude, Wasserquadrate und Abwasserkanäle haben Kapazität für Wolkenbruchereignisse.

Ein gutes Wassermanagement ist der Kern intelligenter und reslienter Städte. Wenn das Regenwassermanagement in die Stadtplanung und -gestaltung integriert wird, kann dies zu einer erhöhten Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel, Effizienz, und Lebensqualität für städtische Gemeinden führen.

Autobahnen für Regenwasser

In Kopenhagen beispielsweise werden im Untergrund zwei neue „Autobahnen für Regenwasser“ gebaut. Im Rahmen eines Cloudburst-Managementplans für die dänische Hauptstadt haben die Versorgungsunternehmen HOFOR und Frederiksberg Forsyning zwei große Cloudburst-Tunnelprojekte initiiert.

Die Tunnel haben einen Durchmesser von bis zu drei Metern. Der Hauptzweck besteht darin, die Stadt auf extreme Regenfälle vorzubereiten. Während solcher Wolkenbrüche führen die Tunnel Regenwasser von Stadtvierteln sowie Wohnvierteln weg und leiten es in den Kopenhagener Hafen. Gleichzeitig werden die beiden Tunnel auch dazu beitragen, die zunehmenden Mengen an Alltagsregen abzulassen, die aufgrund des Klimawandels zu erwarten sind.

Genau wie beim Cloudburst-Tunnel-Projekt entwickeln Unternehmen innovativ neue grüne Technologien, um die Anpassung des städtischen Klimas in der EU und weltweit voranzutreiben. Um jedoch erfolgreich zu sein, müssen verschiedene Disziplinen und Sektoren in unseren Städten zusammenarbeiten.

Lesen Sie Sweco’s Bericht: “Planning for Climate Adaption” (in Englisch)

Quelle: Sweco
Übersetzung von : State of Green
Photo: Chuttersnap auf Unsplash


Dieser Artikel wurde ursprünglich auf www.stateofgreen.com veröffentlicht. Für mehr Information über den Inhalt dieses Artikels, kontaktieren Sie bitte State of Greens Ansprechperson. Information dazu finden Sie auf unserer Kontaktseite

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