Energieeffizienz wird weithin als eine der effektivsten Möglichkeiten angesehen, um mehr wirtschaftliche, soziale und ökologische Vorteile zu erzielen, wie zum Beispiel verbesserte Gesundheit und Wohlbefinden, sauberere Luft, verbesserte wirtschaftliche Produktivität und Schaffung von Arbeitsplätzen, um nur einige zu nennen. Es wird jedoch geschätzt, dass zwei Drittel des globalen Wirtschaftspotenzials für Energieeffizienz noch ungenutzt sind.

Die Umsetzung einer höheren Energieeffizienz auf globaler Ebene ist eine wesentliche Dimension des Klimaschutzes und gilt als grundlegend für die Erreichung der Ziele des Übereinkommens von Paris. Eine überwiegende Mehrheit der beabsichtigten national festgelegten Beiträge, zu der von den Ländern eingereichten Vereinbarung, erkennt Energieeffizienz als primäre Strategie an. Darüber hinaus wird die Verbesserung der Energieeffizienz dazu beitragen, die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) deutlich zu verbessern. Eines der Ziele (Ziel 7,3) von SDG7 (Gewährleistung des Zugangs zu bezahlbarer, zuverlässiger, nachhaltiger und moderner Energie für alle) soll die globale Rate der Verbesserung der Energieeffizienz bis 2030 verdoppeln. Energieeffizienz wird of als „low hanging fruit“ wahrgenommen und ist somit der natürliche Ausgangspunkt für viele Länder, die ihr Energiesystem dekarbonisieren  wollen.

Erhebliche Fortschritte wurden bei der Steigerung der Energieeffizienz erzielt wurden, dennoch besteht weiterhin Spielraum für Verbesserungen. Im Jahr 2015 betrug die globale Verbesserung der Energieintensität 1,8 Prozent, was nicht dem Ziel der nachhaltigen Energie für alle (SEforALL) von 2,6 Prozent entspricht. Dies unterstreicht die IEA als einen notwendigen Schritte auf dem Weg zu einem CO2-armen Energiesystem. Um den Klimawandel wirksam zu mildern und den Übergang zu einer sauberen und nachhaltigen Entwicklung zu verwirklichen, müssen Energieeffizienzmaßnahmen beschleunigt werden.

Um diese Herausforderung anzugehen und Länder und Städte effektiv dabei zu unterstützen, ihre Ambitionen und Ziele zur Verbesserung der Energieeffizienz zu erreichen, werden in einer neuen Studie zur Überwindung von Hemmnissen für Investitionen in Energieeffizienz Herausforderungen und Wege zur Überwindung dieser Herausforderungen untersucht.

Der Standpunkt der Teilnehmer

Zum Thema Energieeffizienzinvestitionen und den Barrieren, die verhindern, dass das Potenzial zur Verbesserung der Energieeffizienz voll ausgeschöpft werden kann, gibt es bereits eine Fülle von Untersuchungen. Die Publikation bringt neue Perspektiven in das Thema ein, indem sie durch Fachleute wertvolle Einblicke in die Herausforderungen und Lösungen zur Überwindung von Hindernissen für Investitionen in die Energieeffizienz bietet, die im Rahmen einer Umfrage in UNECE-Ländern und Ländern außerhalb der Region gewonnen wurden. Die UNECE-Exekutivsekretärin Olga Algayerova und John Christensen, Direktor der DTU (Dänemarks Technische Universität) Partnerschaft bei UNEP, unterstreichen, dass die Analyse der Umfrage und ihre Schlussfolgerungen und Empfehlungen als nützliches Instrument für die Energieeffizienz-Community dienen können. Die Studie kann politischen Entscheidungsträger neue Optionen aufzeigen, um das Investitionsklima für Energieeffizienz zu verbessern. Dies kann gegebenenfalls auch die Verbesserung des rechtlichen Rahmens, einschließlich der Umsetzung, umfassen, sowie die Sensibilisierung der Finanzinstitute für Energieeffizienzmaßnahmen.

Quelle: Die Studie ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen der UNECE und dem Kopenhagener Zentrum für Energieeffizienz im Rahmen der DTU-Partnerschaft der Vereinten Nationen. Der Bericht kann hier vollständig abgerufen werden