Das Ziel dieser Zusammenarbeit besteht darin, eine wertvolle Partnerschaft zwischen deutschen und dänischen Behörden aufzubauen, um Erfahrungen im Bereich der Energiewende auszutauschen und um voneinander zu lernen. Die Zusammenarbeit kann in Deutschland auf nationaler und auf regionaler Ebene erfolgen. Die Kooperationsbereiche betreffen die Energiewende in Deutschland und Dänemark.

Kooperationspartner auf dänischer Seite sind die dänische Energieagentur (DEA) und die Handelsabteilung der dänischen Botschaft in Berlin. Die Agentur ist dem dänischen Ministerium für Energie, Versorgung und Klima unterstellt und daher in die nationale Regulierung des dänischen Energiesektors eingebunden.  Die Handelsabteilung der dänischen Botschaft in Berlin ist dem dänischen Außenministerium unterstellt. Die DEA und die Handelsabteilung werden die bilateralen Aktivitäten koordinieren.

Basierend auf Diskussionen mit dänischen und deutschen Stakeholdern konzentriert sich die Zusammenarbeit auf die Bereiche Kraft-Wärme-Kopplung, Fernwärme und Energieeffizienz in Energieerzeugungsanlagen, Industrie und Gebäuden. Nachfolgend werden relevante Themen aufgeführt. Die Themenauswahl basiert auf den Funktionen, die die DEA bei der Entwicklung des rechtlichen Rahmens in Dänemark einnimmt.

Kompetenzen der dänischen Energieagentur (DEA)

Die DEA kann auf jahrzehntelange Erfahrungen in Sachen Transformation des dänischen Energiesystems zurückgreifen – gebündelt mit dem Wissen aus bestehenden Kooperationen mit mehreren Ländern, die unsere grünen Ambitionen für ein sauberes, kostengünstiges und zuverlässiges Energiesystem teilen. Unser Ziel ist es, durch Kooperationen uns selbst und Anderen Perspektiven zu bieten, die das Umsetzen von Lösungen zum Prozess der Politikgestaltung bis hin zu besseren Geschäftsmöglichkeiten begünstigen. Beispiele für Kooperationsbereiche können Themen sein, die das dänische Energiesystem heute charakterisieren:

Fernwärme zur kostengünstigen Treibhausgasreduktion einschließlich

  • Strategische Energieplanung (Identifikation von Nachfrage und Versorgung, Evaluierung durch Screening und Machbarkeitsstudien sowie endgültige Umsetzung)
  • Dezentrale Wärmeversorgung
  • Sozioökonomische Analysen
  • Rahmenbedingungen für Projektentwicklung und kommunale Planung
  • Anhörung, öffentliche Beteiligung und öffentliche Akzeptanz
  • Verbraucherschutz
  • Niedertemperatur-Fernwärme
  • Erneuerbare Energien in der Wärmeversorgung

Energieeffizienz

  • Im Energiesystem (d. h. Kraft-Wärme-Kopplung, Fernwärme und erneuerbare Energien)
  • In Gebäuden (Bauordnung, politische Maßnahmen, Daten, Partnerschaften, Kommunikationswerkzeuge)
  • In der Industrie (freiwillige Programme, Steuern und Gesetzgebung)

Integration verschiedenener Energiequellen

  • Kraft-Wärme-Kopplung
  • Sektorenkopplung
  • Biomasse
  • Power-to-Heat
  • Abwärme
  • Speichermöglichkeiten für Wärme

Möglichkeiten der Zusammenarbeit

Für den Zweck der internationalen Zusammenarbeit wurden ausgewiesene Fachleute von der DEA und der Handelsabteilung in den oben genannten Kompetenzfeldern herangezogen. Als Teil des dänischen Ministeriums für Energie, Versorgung und Klima ist die DEA in der Lage, mit Erfahrungen aus politischer und aus regulatorischer Sicht beizutragen. Darüber hinaus sind die Handelsabteilung und die DEA mit externen Organisationen von Verbänden bis hin zu Unternehmen gut vernetzt, um technische Lösungen und Inspiration zu regulatorische Rahmenbedingungen bieten zu können.

Mögliche Aktivitäten als Teil der Kooperation

  • Allgemeine Beratung und Austausch über regulatorische Themen
  • Engagement in Pilotprojekten
  • Gegenseitige Besuche einschließlich Teilnahme von Politik und Behörden
  • Entwicklung maßgeschneiderter Werkzeuge zu Regulierungsfragen
  • Entwicklung von Publikationen basierend auf deutschen und dänischen Kompetenzen
  • Webinare über den Aufbau von Kapazitäten in Deutschland und Dänemark
  • Workshops
  • Zugriff auf einen großen Pool an Energietechnologieexperten