In Dänemark ist Roskilde die erste Stadt mit einer Busflotte, die mit sauberem Strom betrieben wird. In Zusammenarbeit mit der Verkehrsgesellschaft Movia hat die Gemeinde Roskilde beschlossen, für ihre neun Buslinien Elektrobusse zu benutzen. Die Busse der Stadt werden bis April 2019 auf Strom umgestellt. „Ich bin sehr zufrieden mit der Tatsache, dass Roskilde mit der Nutzung von Elektrobussen dazu beitragen kann, den Klimawandel einzudämmen, mit dem die Gemeinde im Laufe der Jahre in Form von Überschwemmungen viel Erfahrung gesammelt hat. Jemand muss beim Übergang zu umweltfreundlichen öffentlichen Verkehrsmitteln eine Vorreiterrolle einnehmen, und ich bin froh, dass dies in Roskilde passiert ist“, sagt Roskildes Bürgermeister Joy Mogensen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die neuen elektrischen Busse Laufgeräusche deutlich reduzieren sollen.

Die Kosten des Übergangs

Der Übergang zu den Elektrobussen in Roskilde erfolgt ohne die Förderung aus öffentlichen Mitteln. Nach Ansicht der beteiligten Unternehmen werden sich die Kosten des Übergangs auf nahezu Null belaufen. Der Mehraufwand gegenüber dem bestehenden Vertrag mit den Dieselbussen liegt bei ca. 1 Mio. DKK (ca. 134.000 EUR) pro Jahr.

Solider sozio-ökonomischer Rahmen

In einem aktuellen Bericht des Danish Council on Climate Change wird der Übergang zu Elektrobussen als “sehr teuer” bezeichnet. Die Preisentwicklung sieht jedoch vielversprechend aus. Niels Buus Kristensen, Mitglied des Danish Council on Climate Change und Leiter der Verkehrsabteilung der Dänischen Technischen Universität, freut sich über Fortschritte beim Übergang zu umweltfreundlichen öffentlichen Verkehrsmitteln in Dänemark.

„Der Anteil der Busse an den Gesamtemissionen im Verkehrssektor ist im Vergleich zu Pkw und Lkw sehr gering. Aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Darüber hinaus ist es aus sozioökonomischer Sicht wirtschaftlich sinnvoll, wenn der Mehrpreis im Vergleich zu Dieselfahrzeugen nur 1 Mio. DKK pro Jahr beträgt. Die zusätzlichen Kosten werden durch die Verringerung der lokalen Luftverschmutzung (mit Partikeln und NOx), die Lärmminderung und natürlich die Reduzierung der CO2-Emissionen ausgeglichen“, sagt Niels Buus Kristensen.

Fossile kostenlose Busverbindungen bis 2030

Die Geschäftsführerin Dorthe Nøhr Pedersen von der Verkehrsgesellschaft Movia erwartet bald elektrische Busse im ganzen Land und geht davon aus, dass die dänische Hauptstadt Kopenhagen der nächste Standort sein wird, der elektrisch angetriebene Busse benutzen wird. „Movia hat in Zusammenarbeit mit den Gemeinden und Regionen ein gemeinsames Ziel festgelegt, den Verkehr mit Bussen bis zum Jahr 2030 unabhängig von fossilen Energieträgern zu gestalten. Daher freuen wir uns sehr, dass die Gemeinde Roskilde den Weg weist und andere Gemeinden dazu anregt, gemeinsame Klima- und Umweltziele zu erreichen“, sagt Dorthe Nøhr Pedersen in einer Pressemitteilung der beteiligten Partner. Movia wird durch die ELENA-Facility der Europäischen Union im Rahmen des Programms Horizon 2020 finanziert, um die Busse und Hafenbusse für den Übergang zu Strom vorzubereiten.

Quelle: Pressemitteilung von Dansk Energi, 23. Mai 2018

BYD Delivering the Worlds Largest Electric Bus Fleet (Video-Link)