Im Sommer wurde das dänische Stromnetz zum ersten Mal betrieben, ohne dass Kraftwerke zur Sicherung extra vorgehalten werden mussten, um die Netzstabilität im Falle von Störungen zu sichern.

So wurde im Monat Juni ausschließlich Strom aus Quellen wie Solarenergie, Windenergie und Übersee-Verbindungen bereitgestellt.

Energinet, dem nationalen Übertragungsnetzbetreiber zufolge, ist die neue Praxis das Ergebnis einer umfassenden Analyse der Notwendigkeit der sogenannten “Systemunterstützungsmerkmale”. Die Analyse hat zu der Schlussfolgerung von Energinet geführt, dass es keine Notwendigkeit für diese Dienste im täglichen Betrieb gibt, da das Netz mit Störungen umgehen kann.

Es wird nur notwendig sein, die zentralen Kraftwerke zu betreiben, wenn das Netz bereits geschwächt ist, weil Übertragungsleitungen oder zentrale Komponenten repariert werden, sagt Anders Pallesen Jensen vom Department für Energiesicherheit von Energinet. Er betont, dass die thermischen Kraftwerke noch von Energinet bezahlt werden können, um in Zeiten in Betrieb zu gehen, in denen Reparaturen am Stromnetz vorgenommen werden oder wenn andere Dienstleistungen an das Stromnetz geliefert werden müssen, zum Beispiel Kraftwerke, die lokale Gebiete versorgen.

Source: Der Ingenieur