Am 17. Mai 2017 gab die LEGO Group bekannt, dass das Ziel 100 Prozent erneuerbarer Energie zu verwenden erreicht ist, drei Jahre früher als geplant. Der nächste Meilenstein der LEGO Group zur Reduzierung seiner Umweltbelastung ist es nachhaltige Alternativen zu Plastikmaterialien vor 2030 zu finden und einzusetzen.

In 2014 wurde die LEGO Group ein Teil des Programmes Climate Savers Program vom WWF (World Wide Fund for Nature). Seitdem hat die LEGO Group alle Ziele erreicht oder sogar überstiegen, hierunter:

  • 100 Prozent des Energieverbrauches sollen mit erneuerbaren Quellen durch eine DKK 6 Milliarden Investierung in Offshore-Windparks ausgeglichen werden
  • Forschung und Entwicklung von nachhaltigen Materialien – inklusive einer DKK 1 Milliarde Verpflichtung zu R&D-Materialien
  • Die Energieeffizienz bei der Produktion der LEGO-Steine um mehr als 12 Prozent zu verbessern

Lego rechnet nur 10 Prozent der Kohlendioxidemissionen, die während des gesamten Lebenszyklus der LEGO-Steine emittiert werden zu Legos einigen Betrieben, Büros und Geschäften zu. Die restlichen 90 Prozent werden emittiert von Quellen, die außerhalb der direkten Kontrolle von Lego liegen, wie zum Beispiel Transport und Distribution der Produkte – und von der Produktion der kleinen Plastikklötze, die von den Lieferanten eingekauft werden, um die Steine zu bauen, schreibt das Nachrichtenmagazin Quartz.

Am 8. Juni 2017 hat die LEGO Group die Partnerschaft mit WWF verlängert, um die CO2-Emissionen in den Produktions- und Wertschöpfungsketteoperationen zu reduzieren und globale Klimawandelaktionen zu fördern. Außer der Verpflichtung 100 Prozent des Energieverbrauches bei der Produktion durch erneuerbare Energiequellen auszugleichen, beinhaltet die Partnerschaft eine Verpflichtung einer zusätzlichen Kohlenstoff (CO2) Effizienzsteigerung um 10 Prozent je produzierten LEGO-Stein und die wichtigsten Lieferanten der ganzen Wertschöpfungskette bei der Reduzierung der CO2-Emissionen miteinzubinden.

Seit der Veröffentlichung des 2030 Zieles hat die LEGO Group 1 Milliarde DKK in Forschung und Entwicklung investiert, um nachhaltige Materialalternativen zu finden. Eine der Investitionen war ein Sustainable Materials Centre, in dem Materialspezialisten versuchen Alternativen zu Plastik, hergestellt aus fossilen Brennstoffen, zu finden. Das Centre ist im LEGO Groups Hauptsitz in Billund, Dänemark angesiedelt und inkludiert alle gegenwärtigen Funktionen und Mitarbeiter, die arbeiten an Materialalternativen zu finden.

Der Vizepräsident der Umweltverantwortung bei LEGO Group, Tim Brooks, überblickt die Arbeit der 70 Experten im Center, deren herausfordernde Arbeit darin besteht die anspruchsvollen Standards des Unternehmens bezüglich Produktsicherheit, Qualität und Haltbarkeit zu erfüllen. Hier wird jedes potentielle Bioplastik auf Stärke, Steife, dimensionale Stabilität und Einflussstärke geprüft – gemessen daran, ob das Bioplastik beim Spielen kaputt gehen oder zersplittern könnte.

– “Ich bin gerad bei der Übergabe meiner Lego-Steine, mit welchen ich als Kind spielte und meinen Vater vorher, an meinen Sohn. Wir wissen, dass Lego-Steine oft durch Generationen weitergegeben werden – deswegen ist es entscheidend, dass die nachhaltigen Materialen für unsere Produkte äußerst haltbare sind“, sagt Tim Brooks zu Quartz.

Tim Brooks anerkennt die Herausforderung nachhaltige Materialien, die alle notwendigen Anforderungen erfüllen, zu finden. Trotzdem ist er bestimmt die Herausforderung zu lösen:

– “Wir wissen, dass die Produktion von Steinen die Erde beeinflusst und es ist unser Wunsche einen positiven Einfluss zu haben.“

Jedes Jahr werden 300 Millionen Tonnen Plastik weltweit produziert. Durch den Ersatz des Plastikmateriales mit Materialen aus nachhaltigen Quellen können große Unternehmen wie z. B. LEGO die Umweltschäden vom Verbrennen von Treibstoffen in der Plastikproduktion signifikant begrenzen.

Was ist nachhaltiges Material?
Zurzeit gibt es keine allgemeingültige Definition eines nachhaltigen Materials. Mehrere Aspekte beeinflussen die Nachhaltigkeit eines Materials. Es hängt in hohem Maße von der Quelle, der chemischen Zusammensetzung, der Produktionsanwendung und dem Management (at end-of-life) und dem Einfluss des Materials auf sowohl die Umwelt als auch die Sozialräume ab. Für die LEGO Group muss ein neues nachhaltiges Material eine geringen Belastung/“Abdruck“, als das ersetzte Material haben, quer durch zentrale soziale und umwelttechnische Einflussfaktoren wie z. B. Einsatz von fossilen Ressourcen, Achtung von Menschenrechten und Klimawandel.

Als Teil der fortgeführten Partnerschaft mit dem WWF hat die LEGO Group sich verpflichtet bis 2020:

  • Reduzierung der CO2-Emissionen um 10 % per Stein im Vergleich zu 2016 Das Ziel wird relativ zur Anzahl der produzierten Steinen [tCO2e/ton LEGO produzierte Steine] berechnet. Basierend auf den Daten von 2016 würde eine Reduzierung der Kohlenstoffemissionen um 10 Prozent eine Reduzierung von jährlich 10.000 Tonnen CO2 bedeuten.
  • Aufrechterhaltung des 100 Prozent erneuerbare Energie Erfolgs Sichern, dass erneuerbare Energie Anlagen auch weiterhin mehr Energie produzieren als die LEGO Groups in Fabriken, Büros und Geschäfte global verbraucht.
  • Reduzierung der CO2-Emissionen in der Wertschöpfungskette Steigung der Anzahl von Lieferanten im E2R-Programm, um über 50 Prozent. Die Lieferanten unterstützen über ihren CO2-Abdruck zu CDP (Carbon Disclosure Project) zu berichten und in ihre Verbesserung der CDP-Performance zu unterstützen. Wissenschaftliche begründete CO2-Reduzierungsziele in Übereinstimmung mit Legos eigener Forschung setzten.
  • Ein Umweltprogramm für Mitarbeiterengagement etablieren Weiterhin die Mitarbeiter bei der Reduzierung der Klimabelastung durch das operative Geschäft miteinbinden.
  • Andere für das Thema Klimawandel engagieren Auch in der Zukunft die Öffentlichkeit, Influencer und andere Unternehmen in die Klimawandeltagesordnung einbringen und inspirieren.

Über WWF Climate Savers Programm
Das Climate Savers Programm ist die globale WWF Plattform, um Unternehmen und die Industrie in Klima und Energie zu verpflichten. Es ist die Intention des Programmes zu einem Wandel im Denken von Unternehmen über Klimalösungen zu inspirieren und sie zu ermutigen selber führend im Bereich der Niedrigemissionslösungen zu werden, agierend als Akteur für einen Wandel innerhalb ihres Einflussbereiches. Dies bring Mitgliedsunternehmen in eine bessere Position Kohlenstoff-bezogene Risiken zu vermeiden während die Gelegenheiten genutzt werden langfristige Strategien zu entwickeln.