Vom 6. bis 7. Juni besuchte eine deutsche Delegation mit Vertretern von Behörden, Agenturen, Unternehmen und Forschung Dänemark, um zu erfahren und zu diskutieren, wie überschüssige Wärme in das Wärmenetz integriert wird. Am ersten Tag besuchte die Delegation in der Nähe von Kopenhagen verschiedene Standorte mit Überschusswärme. Am zweiten Tag, dem 7. Juni, führte die Delegation einen offenen Dialog mit dänischen Experten auf der Deutsch-Dänischen Heating Conference, die von DBDH, DI Energy und EEN in Unterstützung von State of Green im House of Green durchgeführt wurde.

Die Delegation besuchte CP Kelco (Pektinfabrik), um sich über die öffentlich-private Partnerschaft mit dem Fernwärmeübertragungsnetzbetreiber VEKS und Solrød Biogas als Beispiel für die effiziente Nutzung von Brennstoffen und lokalen Ressourcen zu informieren. Der Besuch bei Kopenhagen Markets Høje Taastrup District Heating bot Einblicke in ihr innovatives Heiz- und Kühlsystem. Der erste Tag wurde mit einem Abendessen und offenen Diskussionen dank der Einladung von Ramboll abgeschlossen. Die Delegation wurde von Markus Diederich, Länderdirektor für Deutschland, begrüßt.
In der öffentlichen Debatte gewinnt der Wärmesektor in Deutschland und insbesondere in Nordrhein-Westfalen zunehmend an Aufmerksamkeit. Der vormals so genannte “schlafende Riese”, der Heizungsmarkt, muss entkarbonisiert werden. Nordrhein-Westfalen und Dänemark verbindet eine enge strategische Partnerschaft mit dem Ziel, seit 2015 Erfahrungen in Bezug auf nachhaltige zukünftige Heizlösungen zu teilen.

Nordrhein-Westfalen ist das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands mit einem hohen Wärmebedarf. Gleichzeitig ist es einer der größten Industriestandorte in Europa mit einem hohen Anteil energieintensiver Industrie. Dies führt zu einem Potenzial für überschüssige Wärme aus industriellen Prozessen.

Der Besuch wurde im Rahmen des Energy Governance Partnership Project organisiert. Dies ist ein Projekt, das von der dänischen Regierung initiiert wurde, um die Zusammenarbeit, das Netzwerk und den Dialog mit Deutschland über Heizung und Energieeffizienz zu verbessern. Die Kooperationspartner auf dänischer Seite sind die Dänische Energieagentur und die Dänische Botschaft in Berlin. Das Projekt wird von Experten von State of Green, DBDH und DI Energy unterstützt.