Gestaltung von grünen, smarten und lebenswerten Städten

Bis 2030 werden 6 von 10 Menschen in städtischen Gebieten leben. Stadtbewohner müssen sich vermehrt mit Verkehrsüberlastung, Abfall- und Gewässerbewirtschaftungsproblemen und überfüllten, umweltfeindlichen Verkehrssystemen abfinden, die allesamt unmittelbare, negative Effekte auf die Gesundheit und das subjektive Wohlbefinden der Bürgerinnen und Bürger bewirken.  

Der Wandel zu nachhaltigen Städten ist von sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen und klimabedingten Faktoren abhängig. In den schnellwachsenden Städten der Entwicklungsländer müssen Grundbedürfnisse wie Energie, Wasser und Mobilität in nachhaltiger Weise erfüllt werden, während Ressourcen effektiv gehandhabt werden müssen. In Städten in Schwellenländern und Industriestaaten werden intelligente Vorgehensweisen gebraucht um zu sichern, dass Städte für wirtschaftliche Aktivitäten, Energieverbrauch und umweltverursachende Auswirkungen optimiert sind. 

Unabhängig des Entwicklungsstatus der jeweiligen Städte, sollte die Gewährleistung eines guten Lebens für die Stadtbewohner ein Grundprinzip sein. Investitionen müssen in etlichen Bereichen betätigt werden und das Aneignen eines holistischen Zugangs ist notwendig, wenn wir uns den Herausforderungen der Urbanisierung stellen wollenDie Vorteile einer Urbanisierung können zunutze gemacht werden, um den Übergang in eine grünere Zukunft zu beschleunigen und dabei gesunde und lebenswerte Städte zu sichern, in denen Menschen leben und gedeihen können.

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Unser hervorgehobener Inhalt

Urbanisierung ist ein starker Trend weltweit. Bis 2030 werden 6 von 10 Menschen in städtischen Gebieten leben. Die schnelle Ausbreitung bringt die Städte unter massive Belastung, mit erhöhten Treibhausgasemissionen und dem Klimawandel als die dringendsten Herausforderungen. Heute sind Städte für 70 Prozent der weltweiten C02-Emissionen verantwortlich. Stadtbewohner müssen sich vermehrt mit Verkehrsüberlastung, Abfall- und Gewässerbewirtschaftungsproblemen und überfüllten, umweltfeindlichen Verkehrssystemen abfinden, die allesamt unmittelbare, negative Effekte auf die Gesundheit und das subjektive Wohlbefinden der Bürgerinnen und Bürger bewirken.   

Städte beheimaten sowohl die reichsten als auch die ärmsten Bürger der Welt. Sie stellen die Herausforderungen von Umweltschäden und wirtschaftlichen Ungleichheiten, mit denen wir heute konfrontiert sind dar. Städte erfahren eine wachsende politische, wirtschaftliche und technologische Macht und können dadurch eine Vorreiterrolle und eine Rolle der treibenden Kraft im grünen Wandel übernehmen, um die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen zu lösen.  

Der Übergang zu nachhaltigen Städten hängt von sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen und klimabedingten Faktoren ab. In den schnell wachsenden Städten der Entwicklungsländer müssen grundlegende Bedürfnisse wie Energie, Wasser und Mobilität nachhaltig gedeckt werden, während Ressourcen effektiv verwaltet werden müssen. In Städten in weiterentwickelten Volkswirtschaften werden intelligente Ansätze benötigt, um sicherzustellen, dass Städte für wirtschaftliche Aktivitäten, Energieverbrauch und Umweltauswirkungen optimiert sind. 

Ungeachtet des jeweiligen Entwicklungsstandes einer Stadt ist es ein gemeinsamer Nenner, das „gute Leben“ für Stadtbürger zu gewährleisten. Große Investitionen müssen in eine Reihe von Bereiche getätigt werden und ein holistischer Ansatz für Stadtentwicklung ist erforderlich, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen und gesunde und lebenswerte Städte zu sichern, in denen wir alle leben und gedeihen können. 

Ein holistischer Ansatz für Stadtentwicklung
Städtische Wasserwirtschaft, Abfallbehandlung, Elektrizität, Temperierung, urbane Mobilität, öffentliche und private Gebäude, Klimaanpassung, Widerstandsfähigkeit, Grün- und Blauflächen, sowie saubere Luft sind wichtige Elemente, die bei der Entwicklung lebenswertester Städte berücksichtigt werden müssen. Anstatt diese Aspekte als eigenständige Bereiche zu betrachten, können erhebliche wirtschaftliche und ökologische Vorteile durch die Einführung eines stärker integrierten und holistischen Ansatzes für die Stadtplanung erzielt werden. 

Die Gestaltung nachhaltiger Umgebungen soll ein Prozess sein, der gleichzeitig soziale, kulturelle, ökologische, wirtschaftliche und politische Aspekte umfasst und in Einklang bringt.  Bei der Entwicklung neuer Projekte müssen die Fragen gestellt werden: Welche Projekte werden von Behörden, privaten Akteuren und Bürgern jeweilig am eilbedürftigsten angesehen? Wie kann die Investierung umgesetzt werden, so dass sie mehr als ein Problem auf einmal anspricht? Welche Materialien und Strukturen sollten verwendet werden, um Belastbarkeit, Haltbarkeit, Funktionalität, Lebensfähigkeit und sogar Ästhetik zu gewährleisten? 

Stadtentwicklung durch Partnerschaften fördern
Um das Ziel einer holistischer Stadtentwicklung zu erreichen, sind Partnerschaften und eine interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Partner erforderlich. Die Unterstützung von Bürgern und der Industrie ist ein notwendiges Kriterium für Erfolg und Zustimmung, das viele bei der Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger Initiativen nicht berücksichtigen. Öffentlich-private Partnerschaften und Bürgerbeteiligung sorgen für Risikoverteilung und erweitern die Verantwortung des Managements, während gleichzeitig die Eigenverantwortung und das Engagement der Beteiligten erhöht werden. 

Große sowie kleine dänische Städte haben einzigartige öffentlich-private Partnerschaftsmodelle zur Lösung vieler ihrer Herausforderungen in Bezug auf Klimaanpassung, Energieeffizienz, Mobilität und Lebensqualität angewandt: Das als Kopenhagener-Modell bekannte Modell zeichnet sich durch die Integration von Planungs- und Ingenieurleistungen aus und stützt sich dabei auf einen engen, kontinuierlichen Dialog zwischen der Stadt und ihren privaten Partnern, von der ersten Phase der Problemerkennung bis zur Einführung von Lösungen, Implementierung und Wartung des Projekts. Bürger und Bildungsinstitutionen werden ebenfalls häufig engagiert und bilden Tripelhelix (Universität-Industrie-Regierung) und Quadrupelhelix (Universität-Industrie-Regierung-Bürger) Partnerschaften. 

Städte als Triebfedern für Wirtschaftswachstum
In den kommenden 30 Jahren wird ein großer Teil des weltweiten BIP in Städte investiert werden. Für die globale, grüne Umstellung ist es wichtig, dass diese Investitionen in nachhaltige Lösungen fließen. Es ist ein verbreiteter Irrglaube, dass Investitionen in nachhaltige Lösungen die Kosten herkömmlicher Stadtplanung übersteigen. In Dänemark haben wir bereits einen beachtlichen Beweis dafür, dass dies kaum der Fall ist. Im Gegenteil. Die Einführung umweltfreundlicher, städtischer Lösungen bietet starke Geschäftsfälle mit kurzen Amortisationszeiten und hoher Kapitalrendite. 

Öffentlich-private Partnerschaften fördern Synergien und tragen zur Förderung von Innovation und weitreichenden, integrierten Projekten bei. Die Partnerschaften bedeuten stabilere rechtliche Rahmenbedingungen für die Industrie. Für die Regierungen sind die Praktiken der Industrie dann transparenter und auf langfristige politische Visionen ausgerichtet. Darüber hinaus zeigen Erfahrungen, dass dieses Finanzierungsmodell eine schnelle und agile Verbreitung nachhaltiger Lösungen ermöglicht. 

Um den grünen Wandel in Dänemark erfolgreich voranzutreiben, untersuchen wir globale Forschung und Lösungen für Energieeffizienz in Gebäuden, sowie Lösungen für eine Annäherung an eine Kreislaufwirtschaft. Auch unsere eigenen Forschungseinrichtungen arbeiten auf Hochtouren.  Wir hoffen auf einen verstärkten Dialog, um unser Wissen und Verstehen für unseren eigenen sowie den globalen, grünen Wandel zu erweitern. Wir alle haben Einsichten und Erfahrungen, die für andere wertvoll sind. 

Grün. Gesund. Gerecht. Global. Dänemark 
Durch State of Green können Sie sich mit den angesammelten öffentlichen und privaten dänischen Akteuren im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung in Verbindung setzten, einschließlich Akteure im Bereich der städtischer Wasserwirtschaft, Abfallbehandlung, Elektrizität, Heizung und Kühlung, städtische Mobilität, Gebäude, Stadtplanung, Klimaanpassung, Widerstandsfähigkeit und Luftsauberkeit.
Wir anerkennen die jeweiligen finanziellen, politischen, wirtschaftlichen und geografischen Herausforderungen, mit denen Städte auf der ganzen Welt konfrontiert sind. Trotzdem fordern wir Sie dazu auf, uns mit einer Situation zu konfrontieren, in der unsere Kompetenzen und Lösungen überhaupt nicht anwendbar oder übersetzbar sind. Unser Ziel ist es, Sie dabei zu unterstützen, Ihre Stadt mit ganzheitlichen, nachhaltigen Lösungen zu versorgen, die grünes Wachstum und lebenswerte Bedingungen für eine wachsende Bevölkerung ermöglichen. Wir freuen uns darauf, von Ihnen zu hören.